Cannabiskonsum nicht verharmlosen – Gesundheitliche Folgen bei Jugendlichen sind möglich

Manche ersehnen sie seit langem, manche warnen davor: Die Legalisierung von Cannabiskonsum in Deutschland. Als "Jugenddroge" wird Cannabis oft verharmlost. Tatsächlich kann der Konsum zu psychischen und körperlichen Schäden führen. Und auch das Gehirn kann leiden. Denn da bei Jugendlichen die Gehirnentwicklung noch nicht abgeschlossen ist, können bemerkbare Folgen auftreten. Je früher man mit dem "Kiffen" anfängt, desto gravierender können die gesundheitlichen Schäden sein.

PANIKZUSTÄNDE ODER DEPRESSIONEN KÖNNEN AUFTRETEN

Oft wird Cannabis konsumiert, um Stress zu reduzieren, sich zu entspannen oder von einem Problem abzulenken. Ein Joint kann allerdings von Person zu Person unterschiedlich wirken. Akute Nebenwirkungen können auftreten. Sie klingen in der Regel nach einigen Stunden oder wenigen Tagen von selbst wieder ab. Erinnerungsprobleme, Panikzustände, depressive Verstimmung, Orientierungslosigkeit, verminderte Reaktionsfähigkeit, Herzrasen, Übelkeit, Schwindel oder sogar Halluzinationen sind typisch.

PSYCHISCHE FOLGEERKRANKUNGEN SIND MÖGLICH

Wer über einen längeren Zeitraum regelmäßig zu Cannabis greift, muss mit gesundheitlichen Folgen rechnen. Psychische Erkrankungen wie eine Depression, Angststörung, bipolare Störung oder eine Psychose können auftreten. Organische Schäden sind ebenfalls möglich, z. B. an den Atemwegen. Da Cannabis zumeist tiefer inhaliert wird als Nikotin, können sich chronische Bronchitis oder sogar COPD (chronisch-obstruktive Lungenerkrankung) entwickeln. Ein weiteres Risiko ist Lungenkrebs. Dennoch hat Cannabis in Medikamentenform, wenn es vom Arzt verordnet wird, bei bestimmten schweren Krankheiten seine Berechtigung, z. B. in der Palliativmedizin.

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