Mikronährstoffräuber Januar: Magnesium

Wer krankheitsbedingt regelmäßig Arzneimittel zu sich nimmt, weiß oft nicht, dass bestimmte Wirkstoffe zugleich als „Mikronährstoff-Räuber“ gelten. Zahlreiche Arzneimittel können die Aufnahme und Verwertung von Vitaminen und Mineralstoffen im Körper stören. Denn Arzneimittel und Mikronährstoffe benutzen bei der Aufnahme, Verstoffwechselung und Ausscheidung dieselben Stoffwechselwege. Oft sind auch dieselben Enzyme und Transportsysteme betroffen. Das Risiko für Nebenwirkungen bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme steigt. Ein bekanntes Beispiel sind Säureblocker für die Aufnahme von Vitamin B12. Gerade ältere Patienten, die viele Medikamente einnehmen, sind besonders betroffen. Wer jedoch über die jeweiligen Wechselwirkungen seiner Medikamente informiert ist, kann gegensteuern. Mit Hilfe von Arzt und Apotheke kann man so die eigene Arzneimitteltherapie optimieren. Gerne beraten wir Sie dazu. Wir geben Ihnen in unserer neuen Serie einen Überblick über die wichtigsten Arzneimittel, die die Mikronährstoffaufnahme beeinträchtigen können.

IM JANUAR: MAGNESIUM

Als besondere Magnesium-Räuber gelten Diuretika (zur Entwässerung) sowie Laxantien (bei Verstopfung). Harntreibende Medikamente wie das Diuretikum Hydrochlorothiazid sind ein Beispiel für möglichen Magnesiumverlust über den Urin. Eine Unterversorgung mit Magnesium kann die Blutdruckregulation beeinflussen und erhöht das Risiko für nächtliche Wadenkrämpfe. Sie beeinträchtigt außerdem die Regulation des Blutdrucks und fördert Störungen im Zucker- und Fettstoffwechsel.

WELCHE ARZNEIWIRKSTOFFE KÖNNEN MAGNESIUMMANGEL AUSLÖSEN?

Laxantien wie Bisacodyl und Natriumpicosulfat können zu einem Magnesiummangel führen. Diuretika wie Hydrochlorothiazid (HCT), Xipamid, Indapamid, Furosemid, Torasemid und Piretanid können ebenfalls Magnesiummangel auslösen.